Trine

Spiele bei denen man sich auf interaktiven Plattformen bewegt gewinnen immer mehr an Popularität. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es gleich mal ein solches Spiel in den neuen Mac App Store schafft.

Die Rede ist vom Platformer Trine. 

 

Trine ist wohlmehr ein Fantasy-Spiel was vor allem an der sehr bunten aber dennoch wunderschönen Umgebung im Spiel liegt. Die Grafik ist vom allerfeinsten und bisher das beste was ich je auf meinem Mac gesehen habe. 

Ziel des Spiels ist es, sich immer weiter fortzubewegen. Klingt einfach, ist es aber in den meisten Fällen nicht. Fallen und Gegner erschweren einem das Leben in Trine. Der Spieler muss kniffelige Physikspielchen bewältigen, dabei wird das Denken gefördert. Denn wer in Trine nicht überlegt, verliert sehr schnell. 

Zum Lösen der Gefahren und zum Durchschlagen durch die Welt des Trine werden dem Spieler drei ganz unterschiedliche Charaktere zur Verfügung gestellt. Diese können durch die Tasten 1,2,3 jederzeit im Spiel gewechselt werden. Vielmehr ist es sogar wichtig, dass man immer wieder wechselt, da jeder Charakter seine eigenen Stärken und Schwächen hat. 

Ich möchte euch heute diese drei Charaktere kurz und knackig vorstellen.

Der erste Charakter im Spiel ist der Magier. Dieser kann lose Dinge wie beispielsweise Holzkisten oder Planken an andere Orte bewegen. Das ist wichtig, um über hohe Mauern klettern zu können. Allerdings kann der Zauberer nicht kämpfen und ist daher im Kampf unnützlich. 

Die Diebin hat die Fähigkeit sich mit Lianen an geraden Decken und Dingen ranzuhangeln und somit große Vorsprünge zu überqueren. Sie kämpft mit Pfeil und Bogen und ist daher im Kampf eher für die Fernkampf geeignet. 

Als letzter Charakter gibt es den Ritter. Er ist übergewichtig und somit schwer und hat damit zunächst die Fähigkeit auf Feinde zu springen und diese zu zermalmen. Weiterhin hat er ein Schild und ist damit gegen Pfeile und Steine die teilweise von den Decken kommen gewappnet. Zum Angriff hat er ein Schwert und ist damit hervorragend für den Nahkampf ausgerüstet.

 

Zum Überqueren von Vorsprüngen oder anderen behindernden Dingen nutzt man somit den Zauberer, für den Fernkampf und Hangeln die Diebin und für den Großkampf den Ritter.

 

Nun habe ich schon häufiger die Feinde angesprochen. Diese sind keine Trolle, Monster oder dergleichen sondern eher duselige Skelette. Durch Fortschreitung im Spiel werden diese immer stärker, es gibt Skelette mit Pfeil und Bogen, sowie Fackeln die euch anbrennen, sowie starke Skelette die gerüstet sind und somit schwieriger zu bezwingen sind.

Weiterhin kommen zu den Skeletten noch andere kleinere Feinde hinzu, dazu gehören Fledermäuse oder Spinnen. 

 

Das Spiel ist in Leveln aufgebaut, die leider immer sehr lange sind. Ihr habt während den Leveln einige Checkpunkte, in denen das Spiel zwischengespeichert wird, falls ihr mal sterben solltet. Problematisch wird es nur dann, wenn man das Spiel zwischenzeitlich komplett beendet, denn dann ist der komplette Level-Fortschritt gelöscht und ihr müsst die Mission komplett neu starten. Vor allem bei Spielern mit MacBooks sehr ungünstig, wenn der Akku auf Reisen leer geht und ihr das Level fast geschafft habt...

Jedes Level ist in einer anderen Umgebung, die Grafik ändert sich somit ständig und macht das Spiel sehr lebendig. So spielt ihr beispielsweise im Dschungel, auf Lava in Tempeln oder Kerkern. 

 

Eingewiesen in jedes Level wird man auch durch entsprechende Audiokommentare, eine kurze Geschichte wird vor jedem Level erzählt, diese kann allerdings auch übersprungen werden. Positiv anzumerken ist dabei, dass die Entwickler die gesprochenen Sprachen und vielen verschiedenen Sprachen anbieten. So kann der Audiokommentar auch auf Deutsch umgestellt werden. 

Auch die Charaktere im Spiel selbst, melden sich öfters zu Wort, meist sind diese doch eher nervigen Kommentare humorvoll und weniger nützlich.

 

 

Alles in allem ist Trine ein wunderbares Spiel, die Grafik ist ein Augenschmauß und das ganze erinnert mich ein wenig an alte Zeiten, wo ich noch die ersten Harry Potter Spiele spielte, auch diese waren mit vielen Fallen und Rätseln ausgestattet.

Auch die Musik ist erwähnenswert, die Begleitung im Spiel ist sehr angenehm und nicht nervig. 

Wer Trine spielen möchte, sollte allerdings viel Zeit mitbringen, da die Level viel Zeit beanspruchen. 

Die Systemvorraussetzungen findet ihr auf der Herstellerseite oder im Mac App Store.

Trine kostet 15,99€ im Mac App Store. Alternativ ist es auch noch auf Steam erhältlich. Windowsnutzer müssen auch nicht verzichten, Trine ist auch auf dieser Plattform erhältlich. 

Die Spieleschmiede Frozenbyte hat auch schon den zweiten Teil Trine’s angekündigt, der entweder zeitgleich mit der Windows-Variante erscheint, oder erst einzeln kommt. 

Trine bekommt von mir ganz klare 5 Sterne von 5.

 

/ndt

 

Mein Video Review zu Trine: